svn commit: r47708 - head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail
Bjoern Heidotting
bhd at FreeBSD.org
Fri Oct 30 18:26:00 UTC 2015
Author: bhd
Date: Fri Oct 30 18:25:58 2015
New Revision: 47708
URL: https://svnweb.freebsd.org/changeset/doc/47708
Log:
Update to r42014
Reviewed by: bcr
Differential Revision: https://reviews.freebsd.org/D4033
Modified:
head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.xml
Modified: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.xml
==============================================================================
--- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.xml Fri Oct 30 18:12:03 2015 (r47707)
+++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.xml Fri Oct 30 18:25:58 2015 (r47708)
@@ -7,7 +7,7 @@
$FreeBSD$
$FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/mail/chapter.xml,v 1.68 2011/07/25 15:00:09 bcr Exp $
- basiert auf: r41677
+ basiert auf: r42014
-->
<!--
Ein paar Anmerkungen zur Uebersetzung bestimmter Begriffe
@@ -67,13 +67,10 @@
eine der am weit verbreitetsten Formen der Kommunikation heutzutage.
Dieses Kapitel bietet eine grundlegende Einführung in das
Betreiben eines E-Mail-Servers unter &os;. Ebenfalls wird der
- Versand und Empfang von E-Mails unter &os; behandelt. Das
- Kapitel ist jedoch keine komplette
- Referenz und es werden viele wichtige Überlegungen außer
- Acht gelassen. Wenn Sie das Thema detaillierter betrachten
- möchten, werden Sie bei einem der exzellenten Bücher
- fündig, die in <xref linkend="bibliography"/> aufgelistet sind.
- </para>
+ Versand und Empfang von E-Mails unter &os; behandelt. Eine
+ umfassende Betrachtung zu diesem Thema finden Sie in den
+ Büchern, die in <xref linkend="bibliography"/> aufgelistet
+ sind.</para>
<para>Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte:</para>
@@ -85,7 +82,7 @@
<listitem>
<para>Wo sich grundlegende <application>sendmail</application>
- Konfigurationsdateien in FreeBSD befinden.</para>
+ Konfigurationsdateien in &os; befinden.</para>
</listitem>
<listitem>
@@ -94,15 +91,16 @@
</listitem>
<listitem>
- <para>Wie man Versender von Massennachrichten daran hindern kann,
- Ihren E-Mail-Server illegalerweise als Weiterleitung zu verwenden.
- </para>
+ <para>Wie man Versender von Spam daran hindern kann,
+ E-Mail-Server illegalerweise als Weiterleitung zu
+ verwenden.</para>
</listitem>
<listitem>
- <para>Wie man den Standard-Mailer des Systems,
- <application>sendmail</application>, ersetzt.</para>
- </listitem>
+ <para>Wie man einen alternativen <acronym>MTA</acronym>
+ installiert und konfiguriert, um
+ <application>sendmail</application> zu ersetzen.</para>
+ </listitem>
<listitem>
<para>Wie man oft auftretende E-Mail-Server Probleme behebt.</para>
@@ -118,7 +116,7 @@
</listitem>
<listitem>
- <para>Wie Sie die SMTP-Authentifizierung einrichten.</para>
+ <para>Wie SMTP-Authentifizierung einrichtet wird.</para>
</listitem>
<listitem>
@@ -141,12 +139,13 @@
<itemizedlist>
<listitem>
- <para>Ihre Netzwerk-Verbindung richtig einrichten.
+ <para>Die Netzwerk-Verbindung richtig einrichten.
(<xref linkend="advanced-networking"/>).</para>
</listitem>
<listitem>
- <para>Die DNS-Information für Ihren E-Mail-Server einstellen
+ <para>Die <acronym>DNS</acronym>-Information für einen
+ E-Mail-Server einstellen
(<xref linkend="network-servers"/>).</para>
</listitem>
@@ -175,27 +174,29 @@
<title>Das Benutzerprogramm</title>
<para>Das beinhaltet Kommandozeilenprogramme wie
- <application>mutt</application>, <application>alpine</application>,
- <application>elm</application>, <application>mail</application>
- und Programme mit grafischer Benutzeroberfläche, wie
- <application>balsa</application> und <application>xfmail</application>
- um einige zu nennen, und <quote>aufwändigere</quote>, wie WWW-Browser.
- Diese Programme geben die E-Mail-Transaktionen an den lokalen
- <link linkend="mail-host"><quote>E-Mail-Server</quote></link>,
+ <application>mutt</application>,
+ <application>alpine</application>,
+ <application>elm</application>,
+ <application>mail</application> und Programme mit grafischer
+ Benutzeroberfläche, wie <application>balsa</application> und
+ <application>xfmail</application>, sowie Webmailer über die
+ mit einem Browser zugegriffen wird. Benutzerprogramme geben
+ die E-Mail-Transaktionen an den lokalen
+ <link linkend="mail-host"><quote>E-Mail-Server</quote></link>
weiter, entweder über einen der verfügbaren
- <link linkend="mail-mta">Server-Dämonen</link> oder eine
- <acronym>TCP</acronym>-Verbindung.</para>
+ <link linkend="mail-mta">Server-Dämonen</link> oder eine
+ <acronym>TCP</acronym>-Verbindung.</para>
</sect2>
<sect2 xml:id="mail-mta">
<title>E-Mail-Server Dämon</title>
<indexterm>
<primary>E-Mail-Server Dämonen</primary>
- <secondary><application>sendmail</application></secondary>
+ <secondary><application>Sendmail</application></secondary>
</indexterm>
<indexterm>
<primary>E-Mail-Server Dämonen</primary>
- <secondary><application>postfix</application></secondary>
+ <secondary><application>Postfix</application></secondary>
</indexterm>
<indexterm>
<primary>E-Mail-Server Dämonen</primary>
@@ -203,21 +204,21 @@
</indexterm>
<indexterm>
<primary>E-Mail-Server Dämonen</primary>
- <secondary><application>exim</application></secondary>
+ <secondary><application>Exim</application></secondary>
</indexterm>
- <para>&os; enthält standardmäßig
- <application>sendmail</application>; es lassen
+ <para>&os; enthält standardmäßig
+ <application>Sendmail</application>. Es lassen
sich aber auch andere E-Mail-Server Dämonen
- betreiben, beispielsweise</para>
+ betreiben, beispielsweise:</para>
<itemizedlist>
<listitem>
- <para><application>exim</application>,</para>
+ <para><application>Exim</application>,</para>
</listitem>
<listitem>
- <para><application>postfix</application> oder</para>
+ <para><application>Postfix</application> oder</para>
</listitem>
<listitem>
@@ -225,41 +226,38 @@
</listitem>
</itemizedlist>
- <para>Der Server-Dämon hat üblicherweise zwei
- Funktionen: Er kümmert sich um das Empfangen von
- eingehenden E-Mails und stellt ausgehende E-Mails zu. Es
- ist <emphasis>nicht</emphasis> Aufgabe des Dämons,
- E-Mails über <acronym>POP</acronym> oder
- <acronym>IMAP</acronym> bereit zu stellen, noch Zugriffe
- auf das lokale Postfach <filename>mbox</filename>
- oder Verzeichnisse mit Postfächern zu gewähren.
- Dafür benötigen Sie einen zusätzlichen
- <link linkend="mail-receive">Dämon</link>.</para>
+ <para>Der Server-Dämon hat üblicherweise zwei Funktionen. Er
+ kümmert sich um den Empfang von eingehenden E-Mails und
+ stellt ausgehende E-Mails zu. Es ist
+ <emphasis>nicht</emphasis> Aufgabe des Dämons, E-Mails über
+ <acronym>POP</acronym> oder <acronym>IMAP</acronym>
+ bereitzustellen, oder Zugriffe auf das lokale
+ <filename>mbox</filename>-Postfach oder Maildir-Postfach zu
+ gewähren. Für solche Funktionen würde ein zusätzlicher
+ <link linkend="mail-receive">Dämon</link> benötigt.</para>
<warning>
- <para>Alte Versionen von <application>sendmail</application>
+ <para>Alte Versionen von <application>Sendmail</application>
enthalten schwerwiegende Sicherheitslöcher, die
- einem Angreifer Zugriff auf Ihren Rechner verschaffen
- können. Um Sicherheitsprobleme zu umgehen,
- sollten Sie eine aktuelle
- <application>sendmail</application>-Version benutzen.
- Sie können auch einen anderen <acronym>MTA</acronym>
- aus der <link linkend="ports">&os; Ports-Sammlung</link>
- benutzen.</para>
+ einem Angreifer Zugriff auf ein System verschaffen
+ können. Um Sicherheitsprobleme zu umgehen, sollte eine
+ aktuelle &os;-Version benutzt werden. Optional kann man
+ auch einen anderen <acronym>MTA</acronym> aus der
+ <link linkend="ports">&os; Ports-Sammlung</link>
+ installieren.</para>
</warning>
</sect2>
<sect2 xml:id="mail-dns">
<title>E-Mail und DNS</title>
- <para>Das Domain Name System (DNS) und sein Dämon
- <command>named</command> spielen eine große Rolle in der
+ <para>Das Domain Name System (<acronym>DNS</acronym>) und sein
+ Dämon <command>named</command> spielen eine große Rolle in der
Auslieferung von E-Mails. Um E-Mails auszuliefern,
- fragt der Mail-Server-Dämon im DNS den Rechner ab,
- der E-Mails für das Zielsystem entgegennimmt.
- Der gleiche Vorgang läuft ab, wenn eine E-Mail
- von einem entfernten Server auf Ihrem Mail-Server
- zugestellt wird.</para>
+ fragt der Mail-Server-Dämon im <acronym>DNS</acronym> den
+ Rechner ab, der E-Mails für das Zielsystem entgegennimmt.
+ Der gleiche Vorgang läuft ab, wenn eine E-Mail von einem
+ entfernten Server zum Mail-Server zugestellt wird.</para>
<indexterm>
<primary>MX-Eintrag</primary>
@@ -270,16 +268,17 @@
Informationen für das Mail-System gespeichert,
die <firstterm>MX-Einträge</firstterm>
(<foreignphrase>MX record</foreignphrase>) genannt werden.
- Der MX-Eintrag (von <foreignphrase>Mail eXchanger</foreignphrase>)
- gibt an, welcher Rechner oder welche Rechner E-Mails
- für eine Domain annehmen. Existiert kein MX-Record
- für einen Rechner oder dessen Domain, werden
- E-Mails direkt an den Rechner zugestellt, vorausgesetzt
- der Rechner besitzt einen A-Eintrag, der den Rechnernamen
- auf seine IP-Adresse abbildet.</para>
+ Der MX-Eintrag (von
+ <foreignphrase>Mail eXchanger</foreignphrase>) gibt an,
+ welcher Rechner oder welche Rechner E-Mails für eine Domäne
+ annehmen. Existiert kein MX-Record für einen Rechner oder
+ dessen Domäne, werden E-Mails direkt an den Rechner
+ zugestellt, vorausgesetzt der Rechner besitzt einen
+ <literal>A</literal>-Eintrag, der den Rechnernamen auf seine
+ IP-Adresse abbildet.</para>
- <para>Mit dem Kommando &man.host.1; können Sie die
- MX-Einträge für eine Domain abfragen:</para>
+ <para>Mit &man.host.1; können die MX-Einträge für eine Domäne
+ abgefragt werden:</para>
<screen>&prompt.user; <userinput>host -t mx FreeBSD.org</userinput>
FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by mx1.FreeBSD.org</screen>
@@ -292,17 +291,17 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<secondary>empfangen</secondary>
</indexterm>
- <para>Der E-Mail-Server empfängt alle E-Mails für Ihre
- Domäne. Er speichert die E-Mails entweder im
- <filename>mbox</filename>-Format (die Vorgabe) oder im
- Maildir-Format. Die E-Mails können lokal mit
- Programmen wie &man.mail.1; oder <application>mutt</application>
- gelesen werden. Mithilfe von Protokollen wie
- <acronym>POP</acronym> oder <acronym>IMAP</acronym> können
- die E-Mails auch von entfernten Rechnern gelesen werden. Wenn
- Sie die E-Mails direkt auf dem E-Mail-Server lesen möchten,
- wird kein <acronym>POP</acronym>- oder
- <acronym>IMAP</acronym>-Server gebraucht.</para>
+ <para>Der E-Mail-Server empfängt alle E-Mails für eine
+ Domäne. Er speichert die E-Mails entweder im voreingestellten
+ <filename>mbox</filename>-Format oder im Maildir-Format. Die
+ E-Mails können lokal mit einem Benutzerprogramm
+ (<acronym>MUA</acronym>) gelesen werden. Mithilfe von
+ Protokollen wie <acronym>POP</acronym> oder
+ <acronym>IMAP</acronym> können die E-Mails auch von entfernten
+ Rechnern gelesen werden. Wenn die E-Mails direkt auf dem
+ E-Mail-Server gelesen werden, wird kein
+ <acronym>POP</acronym>- oder <acronym>IMAP</acronym>-Server
+ benötigt.</para>
<sect3 xml:id="pop-and-imap">
<title>Auf entfernte Postfächer mit <acronym>POP</acronym>
@@ -316,12 +315,13 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<primary>IMAP</primary>
</indexterm>
- <para>Wenn Sie auf entfernte Postfächer zugreifen
- wollen, benötigen Sie den Zugang zu einem
- <acronym>POP</acronym>- oder <acronym>IMAP</acronym>-Server.
- Beide Protokolle bieten einen einfachen Zugriff auf entfernte
- Postfächer. <acronym>IMAP</acronym> besitzt allerdings
- einige Vorteile, unter anderem:</para>
+ <para>Um auf entfernte Postfächer zuzugreifen, wird ein Zugang
+ zu einem <acronym>POP</acronym>- oder
+ <acronym>IMAP</acronym>-Server benötigt. Beide Protokolle
+ ermöglichen es Benutzern, auf ein entferntes Postfach
+ zuzugreifen. <acronym>IMAP</acronym> besitzt gegenüber
+ <acronym>POP</acronym> einige Vorteile, unter
+ anderem:</para>
<itemizedlist>
<listitem>
@@ -338,7 +338,7 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<listitem>
<para>Da es nicht gleich die komplette Nachricht
herunterlädt, ist <acronym>IMAP</acronym>
- über langsame Verbindungen sehr nützlich.
+ über langsame Verbindungen nützlich.
Weiterhin können E-Mails auf dem Server
durchsucht werden, was den Datenverkehr zwischen
Clients und dem Server minimiert.</para>
@@ -351,45 +351,43 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<procedure>
<step>
- <para>Wählen Sie einen <acronym>IMAP</acronym>-
- oder <acronym>POP</acronym>-Server aus, der
- Ihre Anforderungen erfüllt. Die nachstehenden
- Server sind sehr bekannt:</para>
+ <para>Installieren Sie einen <acronym>IMAP</acronym>-
+ oder <acronym>POP</acronym>-Server aus der
+ Ports-Sammlung. Die nachstehenden Server sind sehr
+ bekannt:</para>
<itemizedlist>
<listitem>
- <para><application>qpopper</application></para>
+ <para><package>mail/qpopper</package></para>
</listitem>
<listitem>
- <para><application>teapop</application></para>
+ <para><package>mail/teapop</package></para>
</listitem>
<listitem>
- <para><application>imap-uw</application></para>
+ <para><package>mail/imap-uw</package></para>
</listitem>
<listitem>
- <para><application>courier-imap</application></para>
+ <para><package>mail/courier-imap</package></para>
</listitem>
<listitem>
- <para><application>dovecot</application></para>
+ <para><package>mail/dovecot2</package></para>
</listitem>
</itemizedlist>
</step>
<step>
- <para>Installieren Sie den ausgewählten
- <acronym>POP</acronym>- oder <acronym>IMAP</acronym>-Daemon
- aus der Ports-Sammlung.</para>
- </step>
-
- <step>
- <para>Wenn erforderlich, passen Sie die Datei
- <filename>/etc/inetd.conf</filename> an, um
- den <acronym>POP</acronym>- oder
- <acronym>IMAP</acronym>-Server zu starten.</para>
+ <para>Bei Bedarf kann das Startskript benutzt werden, das
+ mit der Anwendung installiert wurde, um den
+ <acronym>POP</acronym>- oder
+ <acronym>IMAP</acronym>-Server zu starten. Zusätzlich
+ verfügen diese Anwendungen über Variablen, die in
+ <filename>/etc/rc.conf</filename> hinzugefügt werden
+ können, um den Start der Anwendung beim Booten zu
+ automatisieren.</para>
</step>
</procedure>
@@ -397,23 +395,23 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<para>Beachten Sie, dass sowohl <acronym>POP</acronym>
als auch <acronym>IMAP</acronym> Daten, wie den
Benutzernamen und das Passwort, im Klartext
- übertragen. Wenn Sie die mit diesen Protokollen
- übertragenen Daten schützen wollen, können
- Sie die Sitzung mittels &man.ssh.1; tunneln oder SSL verwenden.
- Tunneln von Sitzungen wird in <xref linkend="security-ssh-tunneling"/> beschrieben und SSL wird in
- <xref linkend="openssl"/> dargestellt.</para>
+ übertragen. Um die Übermittlung von Daten über diese
+ Protokolle zu schützen, können Sie Sitzungen über
+ &man.ssh.1; (<xref linkend="security-ssh-tunneling"/>)
+ tunneln oder <acronym>SSL</acronym>
+ (<xref linkend="openssl"/>) verwenden.</para>
</warning>
</sect3>
<sect3 xml:id="local">
<title>Auf lokale Postfächer zugreifen</title>
- <para>Auf Postfächer können Sie lokal mithilfe
- spezieller Benutzerprogramme, die
+ <para>Auf lokale Postfächer kann mithilfe von
<firstterm>Mail-User-Agents</firstterm>
- (<acronym>MUA</acronym>s) genannt werden, zugreifen.
- Beispiele für solche Programme sind
- <application>mutt</application> oder &man.mail.1;.</para>
+ (<acronym>MUA</acronym>s) zugegriffen werden. Dies kann mit
+ Hilfe des integrierten Programms &man.mail.1;, oder einem
+ <acronym>MUA</acronym> aus der Ports-Sammlung gemacht
+ werden.</para>
</sect3>
</sect2>
@@ -421,14 +419,16 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<title>Der E-Mail-Server</title>
<indexterm><primary>E-Mail-Server</primary></indexterm>
- <para><quote>E-Mail-Server</quote> wird der Rechner genannt, welcher
- für die Zustellung und das Empfangen von E-Mails auf Ihrem
- Rechner oder vielleicht Ihrem Netzwerk zuständig ist.</para>
+ <para>Der <quote>E-Mail-Server</quote> ist
+ für die Zustellung und das Empfangen von E-Mails für den
+ Rechner oder eines Netzwerks zuständig.</para>
</sect2>
</sect1>
<sect1 xml:id="sendmail">
- <info><title><application>sendmail</application>-Konfiguration</title>
+ <info>
+ <title><application>Sendmail</application>-Konfiguration</title>
+
<authorgroup>
<author><personname><firstname>Christopher</firstname><surname>Shumway</surname></personname><contrib>Beigesteuert von </contrib></author>
</authorgroup>
@@ -436,25 +436,23 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<indexterm>
- <primary><application>sendmail</application></primary>
+ <primary><application>Sendmail</application></primary>
</indexterm>
- <para>&man.sendmail.8; ist das standardmäßig in
- FreeBSD installierte Mailübertragungsprogramm (MTA).
- Die Aufgabe von <application>sendmail</application> ist es,
+ <para>&man.sendmail.8; ist der standardmäßig in
+ &os; installierte <acronym>MTA</acronym>.
+ <application>Sendmail</application> nimmt
E-Mails von E-Mail-Benutzerprogrammen (<acronym>MUA</acronym>)
- anzunehmen und diese zu den
- entsprechenden Mailern zu liefern, die in der Konfigurationsdatei
- definiert sind. <application>sendmail</application> kann auch
- Netzwerkverbindungen annehmen und E-Mails zu lokalen
- <firstterm>Mailboxen</firstterm>
- <footnote>
- <para>Mailbox = Post- beziehungsweise Briefkasten</para>
- </footnote>
- oder anderen Programmen liefern.</para>
-
- <para><application>sendmail</application> benutzt folgende
- Konfigurationsdateien:</para>
+ entgegen und liefert diese zu den entsprechenden Mailern, die in
+ der Konfigurationsdatei definiert sind.
+ <application>Sendmail</application> kann auch
+ Netzwerkverbindungen annehmen und E-Mails an lokale
+ <firstterm>Mailboxen</firstterm>, oder an andere Programme
+ ausliefern.</para>
+
+ <para><application>Sendmail</application> benutzt die folgenden
+ Konfigurationsdateien. In diesem Abschnitt werden diese Dateien
+ im Detail besprochen.</para>
<indexterm>
<primary><filename>/etc/mail/access</filename></primary>
@@ -491,7 +489,7 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<filename>/etc/mail/access</filename>
</entry>
<entry>Datenbank, in der Zugriffsrechte auf
- <application>sendmail</application> verwaltet werden</entry>
+ <application>Sendmail</application> verwaltet werden</entry>
</row>
<row>
<entry>
@@ -504,7 +502,7 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<filename>/etc/mail/local-host-names</filename>
</entry>
<entry>Liste der Rechner für die
- <application>sendmail</application> E-Mails akzeptiert</entry>
+ <application>Sendmail</application> E-Mails akzeptiert</entry>
</row>
<row>
<entry>
@@ -523,7 +521,7 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<filename>/etc/mail/sendmail.cf</filename>
</entry>
<entry>Hauptkonfigurationsdatei für
- <application>sendmail</application></entry>
+ <application>Sendmail</application></entry>
</row>
<row>
<entry>
@@ -538,24 +536,24 @@ FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by
<sect2>
<title><filename>/etc/mail/access</filename></title>
- <para>Die Zugriffsdatenbank bestimmt, welche(r) Rechner oder IP-Adresse(n)
+ <para>Diese Datenbank bestimmt, welche(r) Rechner oder IP-Adresse(n)
Zugriff auf den lokalen E-Mail-Server haben und welche Art von Zugriff
ihnen gestattet wird.
Rechner können als <option>OK</option>, <option>REJECT</option>
- oder <option>RELAY</option> eingetragen oder einfach an
- <application>sendmail</application>s Fehlerbehandlungsroutine mit einem
+ oder <option>RELAY</option> aufgelistet, oder an
+ <application>Sendmail</application>s Fehlerbehandlungsroutine mit einem
angegebenen Mailer-Fehler übergeben werden.
Rechner, die als <option>OK</option> eingetragen sind, was die
Grundeinstellung ist, sind berechtigt E-Mails zu diesem Rechner zu
schicken, solange die endgültige Zieladresse der lokale Rechner ist.
Verbindungen von Rechnern, die als <option>REJECT</option>
aufgelistet sind, werden abgelehnt.
- Rechnern mit gesetzter <option>RELAY</option>-Option für
- ihren Rechnernamen wird erlaubt Post für jede Zieladresse
- durch diesen Mail-Server zu senden.</para>
+ Rechner die als <option>RELAY</option> gelistet sind, wird
+ erlaubt Post für jede Zieladresse durch diesen Mail-Server zu
+ senden.</para>
<example>
- <title>Konfigurieren der <application>sendmail</application>
+ <title>Konfigurieren der <application>Sendmail</application>
Zugriffsdatenbank</title>
<programlisting>cyberspammer.com 550 We do not accept mail from spammers
@@ -565,40 +563,39 @@ okay.cyberspammer.com OK
128.32 RELAY</programlisting>
</example>
- <para>In diesem Beispiel haben wir fünf Einträge.
+ <para>Dieses Beispiel zeigt fünf Einträge.
E-Mail-Versender, die mit der linken Spalte der Tabelle
übereinstimmen, sind betroffen von der Aktion in der rechten
Spalte. Die ersten beiden Beispiele übergeben einen Fehlercode an
- <application>sendmail</application>s Fehlerbehandlungsroutine.
+ <application>Sendmail</application>s Fehlerbehandlungsroutine.
Die Nachricht wird an den entfernten Rechner gesendet, wenn eine
Nachricht mit der linken Spalte der Tabelle übereinstimmt.
- Der nächste Eintrag lehnt Post von einem bestimmten Rechner
- des Internets ab (<systemitem>another.source.of.spam</systemitem>).
- Der nächste Eintrag akzeptiert E-Mail-Verbindungen des Rechners
+ Der dritte Eintrag lehnt Post von einem bestimmten Rechner
+ aus dem Internet ab (<systemitem>another.source.of.spam</systemitem>).
+ Der vierte Eintrag akzeptiert E-Mail-Verbindungen des Rechners
<systemitem class="fqdomainname">okay.cyberspammer.com</systemitem>, der exakter angegeben
wurde als <systemitem class="fqdomainname">cyberspammer.com</systemitem> in der Zeile
darüber.
Genauere Übereinstimmungen haben den Vorrang vor weniger genauen.
- Der letzte Eintrag erlaubt die Weiterleitung von elektronischer Post
- von Rechnern mit einer IP-Adresse die mit <systemitem>128.32</systemitem>
- beginnt. Diese Rechner würden E-Mails durch diesen
- E-Mail-Server senden können, die für andere E-Mail-Server
- bestimmt sind.</para>
+ Der letzte Eintrag erlaubt die Weiterleitung von E-Mails
+ von Rechnern mit einer IP-Adresse, die mit <systemitem>128.32</systemitem>
+ beginnt. Diese Rechner können E-Mails, die für andere
+ E-Mail-Server bestimmt sind, über diesen E-Mail-Server
+ senden.</para>
- <para>Wenn diese Datei geändert wird, müssen Sie
+ <para>Wenn diese Datei geändert wird, muss
<command>make</command> in <filename>/etc/mail</filename>
- ausführen um die Datenbank zu aktualisieren.</para>
+ ausgeführt werden, um die Datenbank zu aktualisieren.</para>
</sect2>
<sect2>
<title><filename>/etc/mail/aliases</filename></title>
- <para>Die Alias-Datenbank enthält eine Liste der virtuellen
+ <para>Diese Datenbank enthält eine Liste der virtuellen
Mailboxen, die in andere Benutzer, Dateien, Programme oder
- andere Aliase expandiert werden. Hier sind ein paar Beispiele,
- die in <filename>/etc/mail/aliases</filename> benutzt werden
- können:</para>
+ andere Aliase expandiert werden. Hier sind ein paar
+ Beispiele, die das Dateiformat verdeutlichen:</para>
<example>
<title>E-Mail Aliases</title>
@@ -608,68 +605,70 @@ bit.bucket: /dev/null
procmail: "|/usr/local/bin/procmail"</programlisting>
</example>
- <para>Das Dateiformat ist simpel; Der Name der Mailbox auf der linken
- Seite des Doppelpunkts wird mit den Zielen auf der rechten Seite
- ersetzt.
- Das erste Beispiel ersetzt die Mailbox <systemitem class="username">root</systemitem>
- mit der Mailbox <systemitem class="username">localuser</systemitem>, die dann wieder in der
- Alias-Datenbank gesucht wird. Wird kein passender Eintrag
- gefunden, wird die Nachricht zum lokalen Benutzer
- <systemitem class="username">localuser</systemitem> geliefert. Das nächste Beispiel
- zeigt eine E-Mail-Verteilerliste. E-Mails an die Mailbox
- <systemitem class="username">ftp-bugs</systemitem> werden zu den drei lokalen Mailboxen
- <systemitem class="username">joe</systemitem>, <systemitem class="username">eric</systemitem> und
- <systemitem class="username">paul</systemitem> gesendet. Eine lokale Mailbox kann auch
- als <email>user at example.com</email> angegeben werden. Das
- nächste Beispiel zeigt das Schreiben von E-Mails in eine Datei,
- in diesem Fall <filename>/dev/null</filename>. Das letzte Beispiel
- verdeutlicht das Senden von E-Mails an ein Programm, in diesem Fall
- wird die Nachricht in die Standardeingabe von
- <filename>/usr/local/bin/procmail</filename> mittels einer UNIX Pipe
- geschrieben.</para>
+ <para>Der Name der Mailbox auf der linken Seite des Doppelpunkts
+ wird mit den Zielen auf der rechten Seite ersetzt. Der erste
+ Eintrag ersetzt die Mailbox <systemitem
+ class="username">root</systemitem> mit der Mailbox
+ <systemitem class="username">localuser</systemitem>, die dann
+ wieder in der <filename>aliases</filename>-Datenbank gesucht
+ wird. Wird kein passender Eintrag gefunden, wird die
+ Nachricht zum <systemitem
+ class="username">localuser</systemitem> geliefert. Der
+ zweite Eintrag zeigt eine E-Mail-Verteilerliste. E-Mails an
+ die Mailbox <systemitem class="username">ftp-bugs</systemitem>
+ werden zu den drei lokalen Mailboxen
+ <systemitem class="username">joe</systemitem>,
+ <systemitem class="username">eric</systemitem> und
+ <systemitem class="username">paul</systemitem> gesendet. Eine
+ entfernte Mailbox kann auch als
+ <email>user at example.com</email> angegeben werden. Der dritte
+ Eintrag zeigt wie E-Mails in eine Datei geschrieben werden,
+ in diesem Fall <filename>/dev/null</filename>. Der letzte
+ Eintrag verdeutlicht das Senden von E-Mails an ein Programm.
+ Hier wird die Nachricht über eine &unix; Pipe an
+ <filename>/usr/local/bin/procmail</filename> gesendet.</para>
- <para>Wenn diese Datei geändert wird, müssen Sie
+ <para>Wenn diese Datei geändert wird, muss
<command>make</command> in <filename>/etc/mail</filename>
- ausführen um die Änderungen in die Datenbank zu
- übernehmen.</para>
+ ausgeführt werden, um die Datenbank zu aktualisieren.</para>
</sect2>
+
<sect2>
<title><filename>/etc/mail/local-host-names</filename></title>
- <para>Das ist die Liste der Rechnernamen, die &man.sendmail.8; als
- lokalen Rechnernamen akzeptiert. Setzen Sie alle Domänen oder
- Rechner, für die <application>sendmail</application>
- Mail empfangen soll, in diese Datei.
- Wenn dieser Mail-Server zum Beispiel E-Mails für die
- Domäne example.com und den Rechner
- <systemitem class="fqdomainname">mail.example.com</systemitem> annehmen soll,
- könnte seine <filename>local-host-names</filename> Datei so
- aussehen:</para>
+ <para>Das ist eine Liste von Rechnernamen, die &man.sendmail.8;
+ als lokalen Rechnernamen akzeptiert. Setzen Sie alle Domänen
+ oder Rechner, für die <application>Sendmail</application> Mail
+ empfangen soll, in diese Datei. Wenn dieser Mail-Server zum
+ Beispiel E-Mails für die Domäne
+ <systemitem class="fqdomainname">example.com</systemitem> und
+ den Rechner
+ <systemitem class="fqdomainname">mail.example.com</systemitem>
+ annehmen soll, fügen Sie folgende Einträge in
+ <filename>local-host-names</filename> hinzu:</para>
<programlisting>example.com
mail.example.com</programlisting>
<para>Wird diese Datei geändert, muss &man.sendmail.8; neu
- gestartet werden, damit es die Neuerungen einliest.</para>
+ gestartet werden, damit es die Änderungen einliest.</para>
</sect2>
+
<sect2>
<title><filename>/etc/mail/sendmail.cf</filename></title>
- <para>Die Hauptkonfigurations-Datei von
- <application>sendmail</application> (<filename>sendmail.cf</filename>)
- kontrolliert das allgemeine Verhalten von
- <application>sendmail</application>, einschließlich allem vom
- Umschreiben von E-Mail Adressen bis hin zum Übertragen von
- Ablehnungsnachrichten an entfernte E-Mail-Server.
- Mit solch einer mannigfaltigen Rolle ist die Konfigurationsdatei
- natürlich ziemlich komplex und ihre Einzelheiten können
- in diesem Kapitel nicht besprochen werden.
- Glücklicherweise muss diese Datei selten für
- Standard E-Mail-Server geändert werden.</para>
+ <para>Dies ist die Hauptkonfigurations-Datei von
+ <application>Sendmail</application>. Sie kontrolliert das
+ allgemeine Verhalten von <application>Sendmail</application>,
+ einschließlich allem vom Umschreiben von E-Mail Adressen bis
+ hin zum Übertragen von Ablehnungsnachrichten an entfernte
+ E-Mail-Server. Dementsprechend ist die Konfigurationsdatei
+ ziemlich komplex. Glücklicherweise muss diese Datei selten
+ für Standard E-Mail-Server geändert werden.</para>
- <para>Die <application>sendmail</application> Hauptkonfigurationsdatei
+ <para>Die <application>Sendmail</application> Hauptkonfigurationsdatei
kann mit &man.m4.1; Makros erstellt werden, die Eigenschaften
- und Verhalten von <application>sendmail</application> definieren.
+ und Verhalten von <application>Sendmail</application> definieren.
Einige der Details finden Sie in
<filename>/usr/src/contrib/sendmail/cf/README</filename>.</para>
@@ -677,6 +676,7 @@ mail.example.com</programlisting>
<application>sendmail</application> neu gestartet werden, damit die
Änderungen Wirkung zeigen.</para>
</sect2>
+
<sect2>
<title><filename>/etc/mail/virtusertable</filename></title>
@@ -694,19 +694,23 @@ postmaster at example.com postmast
@example.com joe</programlisting>
</example>
- <para>In dem obigen Beispiel haben wir einen Eintrag für die
- Domäne <systemitem class="fqdomainname">example.com</systemitem>. Diese
- Datei wird nach dem ersten übereinstimmenden Eintrag durchsucht.
- Die erste Zeile ordnet <email>root at example.com</email> der
- lokalen Mailbox <systemitem class="username">root</systemitem> zu. Der nächste Eintrag ordnet
- <email>postmaster at example.com</email> der Mailbox
- <systemitem class="username">postmaster</systemitem> auf dem Rechner
- <systemitem class="fqdomainname">noc.example.net</systemitem> zu. Zuletzt, wenn keine
- Übereinstimmung von <systemitem class="fqdomainname">example.com</systemitem>
- gefunden wurde, wird der letzte Eintrag verglichen, der mit jeder
- Mail-Nachricht übereinstimmt, die an jemanden bei
+ <para>Das obige Beispiel enthält einen Eintrag für die Domäne
+ <systemitem class="fqdomainname">example.com</systemitem>.
+ Diese Datei wird nach dem ersten übereinstimmenden Eintrag
+ durchsucht. Der erste Eintrag ordnet
+ <email>root at example.com</email> der lokalen Mailbox
+ <systemitem class="username">root</systemitem> zu. Der zweite
+ Eintrag ordnet <email>postmaster at example.com</email> der
+ Mailbox <systemitem class="username">postmaster</systemitem>
+ auf dem Rechner <systemitem
+ class="fqdomainname">noc.example.net</systemitem> zu.
+ Zuletzt, wenn keine Übereinstimmung von
+ <systemitem class="fqdomainname">example.com</systemitem>
+ gefunden wurde, wird der letzte Eintrag verwendet, der mit
+ jeder Mail-Nachricht übereinstimmt, die an jemanden bei
<systemitem>example.com</systemitem> adressiert wurde.
- Diese werden der lokalen Mailbox joe zugeordnet.</para>
+ Diese werden der lokalen Mailbox <systemitem
+ class="username">joe</systemitem> zugeordnet.</para>
</sect2>
</sect1>
@@ -726,80 +730,68 @@ postmaster at example.com postmast
<secondary>MTA, wechseln</secondary>
</indexterm>
- <para>Wie bereits erwähnt, ist bei FreeBSD
- <application>sendmail</application> schon als Ihr
- Mailübertragungs-Agent installiert.
- Deswegen ist es standardmäßig für Ihre aus- und
- eingehenden E-Mails verantwortlich.</para>
-
- <para>Jedoch wollen einige Systemadministratoren den MTA ihres Systems
- wechseln, was eine Reihe von Gründen haben kann. Diese Gründe
- reichen von einfach einen anderen MTA ausprobieren wollen bis hin dazu
- eine bestimmte Besonderheit zu benötigen oder ein Paket, welches
- auf einen anderen Mailer angewiesen ist. Glücklicherweise macht
- FreeBSD das Wechseln einfach, egal aus welchem Grund.</para>
+ <para>&os; enthält mit <application>Sendmail</application> bereits
+ einen <acronym>MTA</acronym>, der für die ein- und ausgehenden
+ E-Mails verantwortlich ist.</para>
+
+ <para>Der Systemadministrator kann aber den <acronym>MTA</acronym>
+ des Systems wechseln. Die Gründe dafür sind vielfältig.
+ Vielleicht soll ein anderer <acronym>MTA</acronym> ausprobiert
+ werden, oder eine bestimmte Besonderheit oder ein Paket wird
+ benötigt, welches auf einen anderen <acronym>MTA</acronym>
+ angewiesen ist. &os; macht das Wechseln einfach, egal aus
+ welchem Grund.</para>
<sect2>
- <title>Installieren eines neuen MTA</title>
+ <title>Installieren eines neuen <acronym>MTA</acronym></title>
- <para>Sie haben eine große Auswahl an verfügbaren
- MTA-Programmen. Ein guter Startpunkt ist die
- <link linkend="ports">FreeBSD-Ports-Sammlung</link>, wo Sie viele
- finden werden. Selbstverständlich steht es Ihnen frei, jeden
- MTA von überall her zu verwenden, solange Sie ihn unter
- FreeBSD zum Laufen bekommen.</para>
-
- <para>Fangen Sie an, indem Sie Ihren neuen MTA installieren. Sobald
- er installiert ist, gibt er Ihnen die Chance zu entscheiden ob er
- wirklich Ihren Bedürfnissen genügt. Zusätzlich gibt
- er Ihnen die Möglichkeit die neue Software zu konfigurieren,
- bevor sie den Job von <application>sendmail</application>
- übernimmt. Dabei sollten Sie sicherstellen, dass beim
- Installieren der neuen Software keine Versuche unternommen werden,
- System-Programme wie <filename>/usr/bin/sendmail</filename> zu
- überschreiben. Ansonsten wurde Ihre neue E-Mail-Software in
- den Dienst gestellt, bevor Sie sie konfiguriert haben.</para>
-
- <para>Für Informationen über die Konfiguration des von
- Ihnen gewählten MTAs sehen Sie bitte in der dazugehörigen
- Dokumentation nach.</para>
+ <para>Eine große Auswahl an <acronym>MTA</acronym>s ist in der
+ <link linkend="ports">&os; Ports-Sammlung</link> unter der
+ Kategorie <literal>mail</literal> verfügbar.</para>
+
+ <para>Sobald ein neuer <acronym>MTA</acronym> installiert ist,
+ können Sie die neue Software konfigurieren und entscheiden, ob
+ Ihre Bedürfnisse erfüllt werden, bevor Sie
+ <application>Sendmail</application> ersetzen.</para>
+
+ <para>Informationen über die Konfiguration des neu gewählten
+ <acronym>MTA</acronym> finden Sie in der dazugehörigen
+ Dokumentation.</para>
</sect2>
<sect2 xml:id="mail-disable-sendmail">
- <title>Ausschalten von <application>sendmail</application></title>
+ <title><application>Sendmail</application> deaktivieren</title>
<warning>
- <para>Wenn Sie die Sendefunktion von
- <application>sendmail</application> deaktivieren, müssen
- Sie für den E-Mail-Versand ein alternatives System
- installieren. Tun Sie dies nicht, sind Systemfunktionen wie
+ <para>Wenn der ausgehende Mail-Dienst von
+ <application>Sendmail</application> deaktiviert ist, muss
+ für den E-Mail-Versand ein alternatives System installiert
+ werden. Andernfalls sind Systemfunktionen wie
&man.periodic.8; nicht mehr in der Lage, ihre Resulate und
Meldungen als E-Mail zu versenden. Aber auch viele andere
- Teile Ihres Systems erwarten, dass Sie über ein
- <application>sendmail</application>-kompatibles System
- verfügen. Sind Programme auf (die von Ihnen
- deaktivierten)
- <application>sendmail</application>-Binärdateien
- angewiesen, landen deren E-Mails ansonsten in einer inaktiven
- <application>sendmail</application>-Warteschlange und
+ Teile des Systems erwarten einen funktionalen
+ <acronym>MTA</acronym>. Sind Programme auf die
+ deaktivierten
+ <application>Sendmail</application>-Binärdateien angewiesen,
+ landen deren E-Mails ansonsten in einer inaktiven
+ <application>Sendmail</application>-Warteschlange und
können nicht ausgeliefert werden.</para>
</warning>
- <para>Um <application>sendmail</application> komplett zu
- deaktivieren (also inklusive der Funktion zum Versand
- von E-Mails), fügen Sie die Zeile</para>
+ <para>Um <application>Sendmail</application> komplett zu
+ deaktivieren, inklusive der Funktion zum Versand von E-Mails,
+ müssen folgende Zeilen in <filename>/etc/rc.conf</filename>
+ hinzugefügt oder editiert werden:</para>
<programlisting>sendmail_enable="NO"
sendmail_submit_enable="NO"
sendmail_outbound_enable="NO"
sendmail_msp_queue_enable="NO"</programlisting>
- <para>in <filename>/etc/rc.conf</filename> ein.</para>
-
- <para>Wenn Sie lediglich die Funktion zum Empfang von E-Mails
- durch <application>sendmail</application> deaktivieren
- wollen, sollten Sie folgenden Eintrag in
- <filename>/etc/rc.conf</filename> einfügen:</para>
+ <para>Um lediglich die Funktion zum Empfang von E-Mails
+ durch <application>Sendmail</application> zu deaktivieren,
+ muss folgender Eintrag in <filename>/etc/rc.conf</filename>
+ gesetzt werden:</para>
<programlisting>sendmail_enable="NO"</programlisting>
@@ -809,45 +801,46 @@ sendmail_msp_queue_enable="NO"</programl
</sect2>
<sect2>
- <title>Starten Ihres neuen MTA beim Hochfahren des Systems</title>
+ <title>Starten des neuen <acronym>MTA</acronym> beim Hochfahren
+ des Systems</title>
- <para>Der neue MTA kann beim Hochfahren durch das Hinzufügen einer
- Konfigurationszeile in der <filename>/etc/rc.conf</filename> gestartet
- werden, wie das folgende Beispiel für Postfix zeigt:</para>
+ <para>Der neue <acronym>MTA</acronym> kann beim Hochfahren durch
+ das Hinzufügen einer Konfigurationszeile in
+ <filename>/etc/rc.conf</filename> gestartet werden, wie das
+ folgende Beispiel für Postfix zeigt:</para>
<screen>&prompt.root; echo '<replaceable>postfix</replaceable>_enable=<quote>YES</quote>' >> /etc/rc.conf</screen>
- <para>Der MTA wird jetzt automatisch beim Hochfahren des Systems
- gestartet.</para>
+ <para>Der angegebene <acronym>MTA</acronym> wird jetzt
+ automatisch beim Hochfahren des Systems gestartet.</para>
</sect2>
<sect2>
- <title>Ersetzen von <application>sendmail</application> als
+ <title>Ersetzen von <application>Sendmail</application> als
Standard-Mailer des Systems</title>
- <para>Das Programm <application>sendmail</application> ist so
- allgegenwärtig als Standard-Software auf &unix; Systemen, dass
- einige Programme einfach annehmen es sei bereits installiert und
- konfiguriert.
- Aus diesem Grund stellen viele alternative MTAs ihre eigenen
- kompatiblen Implementierung der <application>sendmail</application>
- Kommandozeilen-Schnittstelle zur Verfügung. Das vereinfacht
- ihre Verwendung als <quote>drop-in</quote> Ersatz für
- <application>sendmail</application>.</para>
-
- <para>Folglich werden Sie, wenn Sie einen alternativen Mailer benutzen,
- sicherstellen müssen, dass ein Programm, das versucht
- <application>sendmail</application>s Standard-Dateien wie
- <filename>/usr/bin/sendmail</filename> auszuführen,
- stattdessen Ihr gewähltes Mailübertragungsprogramm
- ausführt.
- Zum Glück stellt FreeBSD das &man.mailwrapper.8;-System
- zur Verfügung, das diese Arbeit für Sie erledigt.</para>
-
- <para>Wenn <application>sendmail</application> arbeitet wie es
- installiert wurde, werden Sie in
- <filename>/etc/mail/mailer.conf</filename> etwas wie das Folgende
- vorfinden:</para>
+ <para><application>Sendmail</application> ist so allgegenwärtig
+ als Standard-Software auf &unix; Systemen, dass einige
+ Programme einfach annehmen es sei bereits installiert und
+ konfiguriert. Aus diesem Grund stellen viele alternative
+ <acronym>MTA</acronym>s ihre eigenen kompatiblen
+ Implementierung der <application>Sendmail</application>
+ Kommandozeilen-Schnittstelle zur Verfügung, was die
+ Verwendung als <quote>drop-in</quote> Ersatz für
+ <application>Sendmail</application> vereinfacht.</para>
+
+ <para>Bei der Verwendung eines alternativen
+ <acronym>MTA</acronym> muss sichergestellt werden, dass
+ Programme, die versuchen <application>Sendmail</application>s
+ Standard-Dateien wie <filename>/usr/bin/sendmail</filename>
+ auszuführen, stattdessen ein gewähltes
+ Mailübertragungsprogramm ausführen. Glücklicherweise stellt
+ &os; das &man.mailwrapper.8;-System für diesen Zweck zur
+ Verfügung.</para>
+
+ <para>Wenn <application>Sendmail</application> installiert ist,
+ wird <filename>/etc/mail/mailer.conf</filename> in etwa wie
+ folgt aussehen:</para>
<programlisting>sendmail /usr/libexec/sendmail/sendmail
send-mail /usr/libexec/sendmail/sendmail
@@ -856,21 +849,18 @@ newaliases /usr/libexec/sendmail/sendmai
hoststat /usr/libexec/sendmail/sendmail
purgestat /usr/libexec/sendmail/sendmail</programlisting>
- <para>Das bedeutet, dass wenn eines der gewöhnlichen Kommandos
- (wie zum Beispiel <filename>/usr/bin/sendmail</filename> selbst)
- ausgeführt wird, das System tatsächlich eine Kopie des
- mailwrapper mit dem Namen <filename>sendmail</filename> startet, die
- <filename>mailer.conf</filename> überprüft und
- <filename>/usr/libexec/sendmail/sendmail</filename> ausführt.
- Mit diesem System lassen sich die Programme, die für die
- <application>sendmail</application>-Funktionen gestartet werden,
- leicht ändern.</para>
+ <para>Wenn eines der Kommandos auf der linken Seite ausgeführt
+ werden soll, führt das System tatsächlich den damit
+ verbundenen Befehl auf der rechten Seite aus. Mit diesem
+ System lassen sich Programme, die für die
+ <application>Sendmail</application>-Funktionen gestartet
+ werden, leicht ändern.</para>
- <para>Daher könnten Sie, wenn Sie wollten, dass
+ <para>Um beispielsweise
<filename>/usr/local/supermailer/bin/sendmail-compat</filename>
- anstelle von <application>sendmail</application> ausgeführt
- wird, <filename>/etc/mailer.conf</filename> wie folgt abändern:
- </para>
+ anstelle von <application>Sendmail</application> zu starten,
+ fügen Sie den Pfad der installierten Anwendungen in
+ <filename>/etc/mailer.conf</filename> hinzu:</para>
<programlisting>sendmail /usr/local/supermailer/bin/sendmail-compat
send-mail /usr/local/supermailer/bin/sendmail-compat
@@ -884,15 +874,13 @@ purgestat /usr/local/supermailer/bin/pur
<sect2>
<title>Fertigstellen</title>
- <para>Sobald Sie alles Ihren Wünschen entsprechend
- konfiguriert haben, sollten Sie entweder die
- <application>sendmail</application> Prozesse beenden, die Sie
- nicht mehr benötigen, und die zu Ihrer neuen Software
- zugehörigen Prozesse starten, oder einfach das System
- neustarten. Das Neustarten des Systems gibt Ihnen auch die
- Gelegenheit sicherzustellen, dass Sie Ihr System korrekt
- konfiguriert haben, um Ihren neuen MTA automatisch beim
- Hochfahren zu starten.</para>
+ <para>Sobald alles konfiguriert ist, beenden Sie entweder die
+ nicht mehr benötigten <application>Sendmail</application>
+ Prozesse, oder starten Sie das System neu. Ein Neustart
+ bietet auch die Möglichkeit sicherzustellen, dass das System
+ korrekt konfiguriert wurde, um den neuen
+ <acronym>MTA</acronym> automatisch beim Hochfahren zu
+ starten.</para>
</sect2>
</sect1>
@@ -906,60 +894,69 @@ purgestat /usr/local/supermailer/bin/pur
<qandaset>
<qandaentry>
<question>
- <para>Warum muss ich einen FQDN (fully-qualified domain name/
+ <para>Warum muss ich einen FQDN (fully-qualified domain name /
voll ausgeschriebenen Domänennamen) für meine Rechner
*** DIFF OUTPUT TRUNCATED AT 1000 LINES ***
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